Der erste Satz: Unser neues Literaturprojekt im Roten Haus

Foto: Copyright Julia Löwe

Mit der Hilfe der Hamburger Kalligraphin und Malerin Jeannine Platz und zahlreicher Verlagshäuser konnte die Literatur nun endlich auch in unserem Roten Haupthaus einziehen. Die Schreibtischunterlagen unserer 25 Zimmer schmücken ab sofort kunstvoll kalligraphierte erste Sätze zeitgenössischer Literaten, die alle schon im Wedina zu Gast waren. 

Dass der erste Satz darüber entscheidet, ob man sich voller Neugier auf das Versprechen einer guten Geschichte einlässt, ist bekannt. Mit dieser Begründung fand 2007 sogar ein Wettbewerb der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen statt, der den schönsten ersten Satz in der deutschsprachigen Literatur krönte. Solchermaßen inspiriert haben wir uns auf der Suche nach den besten Anfängen unsere hauseigene Bibliothek der Gegenwart vorgeknöpft. Und 25 ganz wunderbare Sätze gefunden, deren Schöpfer auch alle schon bei uns zu Gast waren. 

Josef Haslinger überzeugte uns mit „Ich war zu schnell unterwegs, das wusste ich“, A. L. Kennedy mit „Wie es passiert, ist immer eine lange Geschichte“, und Richard Ford mit „Zuerst will ich von dem Raubüberfall erzählen, den meine Eltern begangen haben“. 

Für die künstlerische Umsetzung konnten wir die Hamburger Kalligraphin und Malerin Jeannine Platz gewinnen, deren vielschichtige Arbeit wir seit vielen Jahren schätzen. Sie hat in liebevoller Kleinarbeit 25 lederne Schreibtischunterlagen kalligraphiert und so dafür gesorgt, dass die Literatur neben der Bibliothek nun auch in jeden Zimmer unseres roten Hauses Einzug gehalten hat.   Apropos Bibliothek: Dort haben wir alle Werke zusammengefasst und freuen uns, wenn Sie bei Ihrem nächsten Besuch aufgrund des ersten Satzes spontan in ein Buch verlieben.